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Politische Ziele

equiterre zielt mit ihrer politischen Tätigkeit auf jene Themen ab, die in ihren Projekten eine zentrale Rolle spielen: nachhaltige Raumentwicklung und Gesundheitsförderung.

Der Themenbereich der nachhaltigen Entwicklung ist breit gefächert. Um ihre politische Tätigkeit effizient und kohärent zu halten, beschränkt equiterre ihre politischen Tätigkeiten hauptsächlich auf zwei einander ergänzende Gebiete : nachhaltige Raumentwicklung und Gesundheitsförderung. In anderen damit verbundenen Bereichen, wie zum Beispiel Landwirtschaftspolitik und Ernährung, Solidarität Nord-Süd, nachhaltiges Ressourcenmanagement oder Biodiversität ist equiterre nicht aktiv. Die Themen werden jedoch aufmerksam verfolgt.
 

Für eine nachhaltige Raumentwicklung

Die derzeitige Raumentwicklung in der Schweiz ist weder wünschenswert noch nachhaltig. Natürliche und landwirtschaftliche Räume werden durch eine exzessive Bautätigkeit „verschlungen“ und in Gewerbezonen oder Wohngebiete umgewandelt. Auch Strassen verbrauchen zu viel Raum, und dies umso mehr, als bei uns der motorisierte Individualverkehr immer noch eine wichtige Rolle spielt. Die Zersiedelung der Landschaft, d.h. die regellose, inkohärente und kaum geplante Nutzung unserer Böden, nimmt zu.

equiterre reagiert auf diese Tendenzen, indem sie jede Landschaftspolitik unterstützt, die eine sparsamere und qualitativ bessere Raumverwaltung, insbesondere die Verdichtung der Innenstädte, begünstigt. Industrie- oder Stadtbrachen bieten geeignete Grundstücke für neue und kohärente Bauten, die Wohnraum für die Bevölkerung schaffen und gleichzeitig Lebensqualität, ausreichend Grünflächen und eine Durchmischung von Wohn-, Arbeits- und Freizeitbereichen garantieren.

 

Für eine echte Gesundheitsförderung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit als «Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur als das Freisein von Krankheit und Gebrechen». Die Gesundheitsförderung versucht die sozialen, wirtschaftlichen und umweltbezogenen Faktoren zu beeinflussen, die für die individuelle Gesundheit massgeblich sind. Sie geht von der Annnahme aus, dass die Verbesserung der Gesundheit vor allem eine Veränderung der Lebensweise oder des physischen und sozialen Umfelds voraussetzt und weniger von finanziellen Investitionen in das Gesundheitssystem abhängt (Charta von Ottawa, 1986). Ihr Ziel ist es, der Bevölkerung eine grössere Kontrolle über ihre Gesundheit zu geben, insbesondere durch Information und Bildung, und auf die sozialen und materiellen Lebensbedingungen – Städtebau, Verkehr, Arbeitsbedingungen usw. - einzuwirken.

2005 hat die Schweiz insgesamt rund 52 Milliarden Franken in ihr Gesundheitssystem investiert. Das entspricht 11,5% des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Von diesen 52 Milliarden machten 93% Ausgaben für medizinische Behandlung aus, knapp 2% dagegen wurden für Vorbeugung und Gesundheitsförderung ausgegeben. Die Gesundheitsförderung müsste noch verstärkt werden, wenn sie durch verstärkte Eigenverantwortung der Bevölkerung und optimierte Kosten für Arzneimittel und medizinische Behandlung effektiv zur Kostensenkung im Gesundheitssystem beitragen soll.