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Nachhaltige Quartiere: equiterre organisiert zwei partizipative Workshops

Aufgrund der Erfahrung, die equiterre mit Partizipationsverfahren hat, wurde ihr die Organisation und Moderation von zwei partizipativen Workshops zum Thema nachhaltige Quartiere anvertraut.

Seit mehreren Jahren schon engagiert sich equiterre mit grossem Interesse für mehr Nachhaltigkeit in den Quartieren. Im Rahmen des Modellvorhabens des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) «Des quartiers durables pour l’agglomération lausannoise» und des vom Bundesamt für Energie (BFE) und vom ARE geleiteten Projekts für nachhaltige Quartiere, «NaQu II», erarbeitet equiterre gegenwärtig ein Programm zur Entscheidungsfindung und Bewertung, das auf Quartiersebene die Entwicklung eines städtischen Lebensraums fördern hilft, in dem die drei Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung Umweltbewusstsein, soziale Gleichheit und wirtschaftliche Effizienz zu gleichen Teilen berücksichtigt sind.


Um das künftige Tool praxistauglich zu machen, und gleichzeitig von den Erfahrungen anderer Akteure zu profitieren, plant das ARE zwei partizipative Workshops. Angesichts ihrer Erfahrung auf diesem Gebiet wurde equiterre vom ARE mit der Organisation und Moderation der Veranstaltungen betraut.


2009 : erster Workshop zur wirtschaftlichen Dimension der nachhaltigen Quartiere

Was hat die Wirtschaft in einem Workshop zur nachhaltigen Entwicklung zu suchen? Ist sie doch unbestreitbar die am wenigsten dokumentierte und damit die am schwierigsten einzuordnende Dimension des Projekts «NaQu». Im Workshop wollte man sich die Erfahrungswerte von Fachleuten mit unterschiedlichem Hintergrund (Universität, Privatunternehmen, öffentliche Körperschaften) und allfälliger Beteiligung an Quartierprojekten zunutze machen und behandelte Fragen zu Bebauungsvorschriften, öffentlich-privaten Partnerschaften sowie sozialer und funktionaler  Durchmischung. In den in Kleingruppen geführten Diskussionen fand ein reger Ideen- und Erfahrungsaustausch statt, der von Plenumsvorträgen ergänzt wurde. Durch das Zusammentreffen und die gemeinsame Arbeit von Fachleuten unterschiedlicher Couleur haben equiterre und alle anderen «NaQu»-Projektpartner Mechanismen und Vorgehen der in die Quartierplanung eingebundenen Akteure besser verstanden.


2010 : Präsentation des Tools und Darstellungsform der Ergebnisse

Im zweiten Workshop, der für das zweite Halbjahr 2010 geplant ist, sollen die endgültige Programmversion und verschiedene Vorschläge zur Darstellung der Analyseergebnisse vorgestellt werden. Grund hierfür ist, dass man für die Resultate unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten gelten lässt. Darüber hinaus will man die Kommentare und Meinungen der einzelnen Experten und potentiellen Programmanwender hören (Architekten und Städteplaner, Agenda-21-Beauftragte, Studenten usw.).
Kurz, das Vorgehen bezweckt die Zusammenlegung der Kenntnisse und Erfahrungen von Vertretern unterschiedlicher Couleur, um ein ganzheitliches und funktionstüchtiges Tool zu entwickeln, das nicht einer so genannten «Top-down»-Initiative entspringt, sondern auf einen wahren Austausch zwischen Geldgebern, Entwicklern und künftigen Anwendern zurückgeht.



Weitere Informationen

Ansprechperson:

  • Basile Barbey, barbey@equiterre.ch, +41(0)22 / 329 99 29

Infomaterial:

  • Modellvorhaben des Bunds «Des quartiers durables pour l’agglomération lausannoise»
  • Webseite «Nachhaltige Quartiersentwicklung»
  • equiterre info Nr. 03/08 «Nachhaltige Quartiere – nachhaltige Städte»