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Kommunaler Richtplan der Stadt Genf

Mit der Revision des kommunalen Richtplans will die Stadt Genf neue Wege der Zusammenarbeit mit ihren Partnern gehen. Sie hat equiterre beauftragt, deren Potenziale und Risiken abzuschätzen. 

Bei der Gestaltung ihres Raumes haben Städte mit einer Vielzahl von öffentlichen und privaten Akteuren zu tun. Gleich, wie umfangreich ein Projekt ist, ob die ganze Region oder nur das Quartier betroffen ist: die Stadtverwaltung muss mit anderen Akteuren wie Kantonen, Nachbargemeinden, Verbänden und nicht zuletzt Einwohnern zusammenarbeiten. Für die Überarbeitung ihres kommunalen Richtplans – ein Dokument, das die langfristigen Raumplanungsziele und deren erforderliche Massnahmen schematisch festhält – überdenkt die Stadt Genf diese Beziehungen und erhält dazu den Input von equiterre. Genf will mit dem Bild der traditionell schwerfälligen und kostspieligen Verwaltungsbehörde aufräumen und sich als verantwortlicher, solidarischer und effizienter Akteur positionieren, der Wert auf die Zusammenarbeit mit seinen Partnern legt. Zur Förderung des Dialogs hat die Stadt daher mehrere Massnahmen ergriffen: Zum einen unterstützte sie die Neufassung des kommunalen Richtplans durch zwei Diskussionsforen, in denen Vertreter aus den Verwaltungen und der Zivilgesellschaft zum Gespräch über kommende Herausforderungen zusammenkamen und die von equiterre moderiert wurden.

Zum anderen beauftragte sie equiterre zu prüfen, welche juristischen und strukturellen Mittel die Zusammenarbeit mit bestehenden und zukünftigen Partnern wie Kanton, Nachbargemeinden sowie privaten Unternehmen und Organisationen erleichtern können. Im Rahmen der Untersuchung hat sich equiterre von unterschiedlichen, in der Schweiz und im Ausland vorhandenen Projekten inspirieren lassen, wie z.B. der Zusammenarbeit der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft, der Gemeinde Münchenstein (BL) und der privaten Christoph-Merian-Stiftung zur Entwicklungsplanung des Dreispitzareals. Anhand der Schwierigkeiten und Erfolge dieser Projekte konnten die Potenziale und Risiken der vertraglichen Zusammenarbeit herausgearbeitet werden. Die aus der Studie gewonnenen Erkenntnisse dienen der Stadt Genf nun dazu, ihre Beziehungen zu externen Akteuren unter Berücksichtigung der darin verborgenen Chancen und Risiken zu stärken.


Weitere Informationen

Ansprechperson:

  • Natacha Litzistorf, litzistorf(at)equiterre.ch, +41(0)22 / 329 99 29