In der Überzeugung, dass neue Formen der Städteplanung notwendig sind, die gleichzeitig die Umwelt und die Gesundheit schützen, hat equiterre beschlossen, sich als Partner an einem Forschungsprojekt zu beteiligen, das eine erste Analyse der Verbindungen zwischen Städteplanung und öffentliche Gesundheit durchführen soll.
Zersiedelung bezeichnet das Phänomen der Flächenentwicklung urbanisées in den Randgebieten der Städte. Dieses Phänomen ist in mehreren europäischen Ländern verbreitet, so auch in der Schweiz, die unter anderem durch die Zersiedelung seiner Ballungsräume und einer immer erheblicheren Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsplatz, Einkaufsstätte und Freizeitorten gekennzeichnet ist.
Dieser Zersiedelungsprozess hat Folgen für Umwelt (Bodenverbrauch, wachsende Nutzung des motorisierten Individualverkehrs, steigender Energieverbrauch, Druck auf die Landschaft), Wirtschaft (Verarmung der Innenstädte, Kosten der Verstädterung) und Gesellschaft (soziale Ausgrenzung) sowie Gesundheit. Hinsichtlich des letzteren Aspekts haben viele Studien, vor allem in den USA, gezeigt, dass Personen, die in Bezirken mit diffuser Verstädterung leben, öfter unter Bewegungsmangel, Übergewicht und Bluthochdruckrisiko leiden als Personen in Bezirken mit kompakterer Entwicklung.
In der Schweiz haben sich die Studien eher mit den negativen Folgen der Zersiedelung für die Umwelt und kaum jemals, wenn überhaupt, mit den Folgen für die Gesundheit befasst. Vor diesem Hintergrund hat die Universität Genf (Groupe de recherche environnement et santé - GRES) in Zusammenarbeit mit der Ecole polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL - Laboratoire de systèmes d’information géographique - LASIG), der Universität Lausanne (Institut de géographie - IGUL), equiterre (nachhaltige Entwicklung), der Unité d’épidémiologie populationnelle der Universitätskliniken Genf und dem Büro MFSA (Raumanalysen und Geomatik) mit einer vorläufigen Studie zum Thema «Zersiedelung und Gesundheit» begonnen. Diese Studie wird zu 50% vom Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) finanziert.
Hauptziel ist die Erstellung einer Durchführungsstudie auf Schweizer Gebiet für die Analyse der gesundheitlichen Auswirkungen der verschiedenen Formen der Verstädterung, insbesondere solchen, die zur Zersiedelung führen. Das Untersuchungsgebiet ist der Kanton Genf. Die Arbeit besteht darin, auf Grundlage der Raumanalyse und der in diesem Bereich verfügbaren Instrumente, insbesondere Geoinformationssysteme (GIS), ein Modell zu erstellen, dass die Bewertung der Auswirkungen der Entwicklung des Metropolitan Sprawl Index (MSI), ggf. in einer für die Schweíz adaptierten Form, auf die Gesundheit ermöglicht. 'étalement urbain désigne le phénomène de développement des surfaces urbanisées en périphérie des villes. Ce phénomène s’est répandu dans plusieurs pays européens dont la Suisse qui se caractérise entre autres par un étalement de ses agglomérations et un éloignement de plus en plus important entre le lieu du domicile et celui du travail, lieux d’achats et de loisirs.
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- Thierno Diallo, chef de projet, diallo(at)equiterre.ch, +41(0)22/ 329 99 29