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Nord-Süd Dialog zum Thema Gesundheitsfolgenabschätzung (GFA)

Vom 17. bis 22. Oktober 2010 hat in Dakar (Senegal) der dritte frankophone Kongress über Gesundheitsförderung stattgefunden. Die Veranstaltung wurde von der NGO « Action & Développement » in Zusammenarbeit mit dem senegalesischen Ministerium für Gesundheit und Prävention und zahlreichen nationalen und internationalen Institutionen organisiert. equiterre hat an diesem Anlass ein Modul über die GFA mitgeleitet.

Der dritte frankophone Kongress über Gesundheitsförderung (Université francophone en promotion de la santé) war eine einzigartige Gelegenheit, die GFA und ihr Potential zur Gesundheitsförderung auf dem afrikanischen Kontinent vorzustellen. Der Kongress zielt darauf ab, die Gesundheitsförderung zu stärken. In zahlreichen Modulen werden einerseits Zusammenhänge zwischen Umsetzung und Forschung aufgezeigt, und andrerseits konkrete Probleme und mögliche Lösungsansätze zwischen den Teilnehmern besprochen. Im diesjährigen Anbebot standen 16 Module zu drei Schwerpunktthemen : die Organisation des Gesundheitssystems, Methoden zur Umsetzung und Evaluierung, sowie Ansätze nach Bevölkerung und nach Thematik.

equiterre hat zusammen mit der Forschungsgruppe Umwelt und Gesundheit der Universität Genf (GRES) ein Lehrgang über die GFA geleitet, um das Instrument « Gesundheitsfolgenabschätzung» im französischsprachigen Afrika zu verbreiten. Im Unterschied zu « traditionellen » Auswertungen der Gesundheitspolitik konzentriert sich die GFA vor allem auf Programme und Politiken ausserhalb des Themenbereichs Gesundheit und schätzt deren Folgen für die Gesundheit ab. So werden gesundheitliche Folgen von Programmen und Politiken aufgezeigt, die auf den ersten Blick keinen offensichtlichen Zusammenhang mit der Gesundheit haben, die aber stark die Gesundheitsdeterminanten (Einflussfaktoren auf die Gesundheit) beeinflussen können.

Seit der « Libreville Declaration » von August 2008 über Gesundheit und Umwelt in Afrika hat dieses neuartige, von der WHO geförderte Tool ausserdem ein besonderes Entwicklungspotential in Afrika. Diese Deklaration verpflichtet die afrikanischen Länder, systematisch sanitäre und umweltrelevante Risiken abzuschätzen, und Evaluierungsverfahren über Gesundheitsfolgen sowie nationale Umweltstrategien einführen.

Zusammenfassend war der Anlass eine sehr positive Erfahrung für equiterre und für die Aufklärungsarbeit über die GFA.




Weitere Informationen

 Ansprechperson :

  • Thierno Diallo, diallo(at)equiterre.ch, +41(0)21 341 41 13

 Infomaterial :